8. Sinfoniekonzert - Jeanne D Arc Au Bucher

Aus Überzeugung

Anfang der 1930er Jahre gab die Tänzerin und Choreografin Ida Rubinstein bei dem Schweizer Komponisten Arthur Honegger ein Werk in Auftrag, das sich, inspiriert von mittelalterlichen Mysterienspielen, mit der Figur der Märtyrerin und französischen Nationalheldin Jeanne d’Arc, der Jungfrau von Orléans, beschäftigen sollte. Es entstand das szenische Oratorium JEANNE D’ARC AU BÛCHER, basierend auf einem Text Paul Claudels, das von den letzten Lebensminuten Johannas auf dem Scheiterhaufen handelt. In elf Szenen begegnen ihr in unmittelbaren und metaphorischen Bildern Augenblicke ihres Lebens.

Seit mehr als 500 Jahren ist das Leben der Johanna von Orléans zum Sinnbild sowohl für die Stärke des Glaubens als auch der Selbstbehauptung Frankreichs geworden und in unzähligen Varianten künstlerisch verarbeitet worden. Honeggers Oratorium wurde 1938 konzertant uraufgeführt, die erste szenische Aufführung folgte 1942 in Zürich. Nach der Besetzung Frankreichs wurde Johanna wieder zu einer wichtigen Symbolgestalt für die Résistance. Honegger schrieb daher 1944 für JEANNE D’ARC AU BÛCHER einen Prolog, der die Verbindung der Gegenwart zu diesem Stoff aufnehmen sollte.

Als großes Gemeinschaftsprojekt des Theaters mit den Kirchenchören der Innenstadtgemeinden findet dieses Konzert im Rahmen der Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum statt.

Veranstalter: Städtische Bühnen Osnabrück gGmbH

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