1. Sinfoniekonzert

Händel, Rameau, Vivaldi, Bach

BAROCKE KLANGPRACHT

Georg Friedrich Händel Ouvertüre zu RINALDO, Arien u. a. aus GIULIO CESARE 
Jean-Philippe Rameau Suite aus LES INDES GALANTES
Antonio Vivaldi Kantate CESSATE, OMAI CESSATE RV 684
Johann Sebastian Bach Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068

Für das erste Sinfoniekonzert der laufenden Saison konnte mit Andreas Scholl einer der berühmtesten Countertenöre unserer Tage als Solist gewonnen werden. Der mit Preisen und Auszeichnungen überhäufte Sänger wird Arien barocker Komponisten singen, wobei der Fokus auf Georg Friedrich Händel liegt. Dessen unglaublich farbenreiche Musiktheaterkompositionen gelten heute als Inbegriff der Barockoper; die Ouvertüre zu einer seiner meistgespielten Opern eröffnet auch das Konzert. 

Dabei stellte Händels Musik nur eine Facette der vielfältigen barocken Musikkultur dar. Während Händels Opernunternehmen die italienische Oper in London populär machte, bildete sich am Hof des französischen Königs ein ganz anderes Genre heraus: In der Ballettoper begegneten sich Tanz und Gesang auf Augenhöhe und sorgten – nicht zuletzt auch durch das Mitwirken ausgefeilter Bühnenmaschinerie – für opulente Unterhaltung. Zu den prägenden Komponisten dieser Gattung zählte Jean-Philippe Rameau, aus dessen Oper LES INDES GALANTES eine Suite auf dem Programm steht. 

Doch Barockmusik ist nicht immer Opernmusik. Fünf Orchestersuiten schrieb Johann Sebastian Bach für sein Orchester Collegium musicum. Die dritte darunter, deren Besetzung auch Pauken und Trompeten umfasst, wurde vermutlich für eine Aufführung unter freiem Himmel im Garten des Zimmermannschen Kaffeehauses in Leipzig geschrieben und enthält das berühmte „Air“.

Die Schweizer Violinistin Leila Schayegh, die das Konzert vom ersten Pult aus leiten wird, ist eine ausgewiesene Expertin im Bereich der Alten Musik und sorgt so für eine historisch informierte Spielpraxis.

Konzertlounge im Anschluss an das Konzert am 21.10.2019.

Foto: (c)James McMillan und Decca

x