5. Sinfoniekonzert

Mozart - Benda, Solistin: Mirijam Contzen (Violine)

DRAMENMELODIE

Wolfgang Amadeus Mozart  Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur KV 219
Jiří Antonín Benda  Ariadne auf Naxos. Melodram

Dirigent Andreas Hotz
Solistin Mirijam Contzen, Violine
Sprecher*in N.N.

Das Violinkonzert in A-Dur ist das letzte von insgesamt fünf Konzerten, die Mozart fast alle im Jahr 1775 schrieb. Es vereint die auf seinen Reisen kennengelernten Traditionen der italienischen Schule hinsichtlich der Spieltechnik mit der französischen im Hinblick auf effektvolle Formgestaltung, während die Melodik am ehesten durch die Gepflogenheiten süddeutscher und österreichischer Komponisten inspiriert ist. Gleichzeitig ist sein formaler Aufbau durchaus experimentell zu nennen und öffnet den Weg für die großen Violinkonzerte der Romantik. Mozarts Violinkonzerte begleiten die Geigerin Mirijam Contzen, seit sie im Alter von sieben Jahren erstmals mit einem Orchester gemeinsam spielte. Eine Gesamtaufnahme aller Violinkonzerte Mozarts erschien 2014 bei Oehms Classics.

Im gleichen Jahr wie Mozarts Violinkonzerte entstand auch Jiří Antonín Bendas ARIADNE AUF NAXOS und begründete eine neue Gattung mit: das Melodram, die Verbindung von gesprochenem Wort und Musik. Als „Capell-Director“ am Hof von Gotha kam Benda in Kontakt mit Abel Seyler, dessen Schauspieltruppe längere Zeit in Gotha gastierte. Gemeinsam entwickelten sie die Idee einer musikalisch-dramatischen Umsetzung eines ARIADNE-Librettos des sich ebenfalls in Gotha aufhaltenden Johann Christian Brande: Nachdem Ariadne Theseus geholfen hatte, den Minotaurus zu überwinden, verließ sie mit ihm ihre Heimat Kreta. Auf Naxos lässt Theseus die schlafende Ariadne zurück, die sich nach ihrem Erwachen – selbst verstanden als Opfer für das Gelingen seiner Mission – in die Fluten stürzt. Der antike ARIADNE-Stoff war nicht nur in der Malerei ein beliebtes Thema. Auch das Musiktheater hat er gewissermaßen von Anfang an – seit Monteverdis LAMENTO D’ARIANNA – bis ins Heute begleitet.

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